Astronomie als Hobby

Kinder stellen viele Fragen. Leider reagieren viele Eltern nur genervt darauf. Dabei ist dies die beste Gelegenheit, das Interesse der Kinder am Schopfe zu packen und geschickt in gute Bahnen zu lenken. Typische Fragen sind:

- Wie weit sind die Sterne weg?
- Warum gibt es Sommer und Winter?
- Warum hat der Mond eine Sichel?
- Warum geht die Sonne unter?
- Was ist Ebbe und Flut?

Diese Liste ließe sich noch sehr lange fortsetzen. Manche Leser stoßen aber schon bei den Antworten hierauf an ihre Grenzen, was übrigens keine Schande ist, denn dafür gibt es eine Heilmethode: Astronomie als Hobby.

Astronomie als Hobby - Schlüssel für eine wissenschaftliche Karriere

Für viele Eltern könnten die Fragen der Kinder ein guter Anlass sein, sich mit ihren Kindern gemeinsam mit den hochinteressanten Erkenntnissen der Astronomie zu beschäftigen. Das macht Spaß und schweißt zusammen.

Ein guter und einfacher Start ist der gemeinsame Besuch eines Planetariums. Dort werden regelmäßig allgemein verständliche Vorträge von kompetenten Mitarbeitern, Astronomen oder Professoren für ein überschaubares Eintrittsgeld gehalten. Im Anschluss wird oft ein Spaziergang hoch zur angeschlossenen Sternwarte angeboten, wo jeder die Gelegenheit bekommt, die Krater des Mondes, die Streifen der wilden Jupiteratmosphäre oder die geheimnisvollen Monde des Saturns mit eigenen Augen in natura zu betrachten.

Wer das bei erweitertem Interesse gern regelmäßig machen und dabei auch noch sparen möchte, hat die Möglichkeit, sich als Mitglied im Planetariumsverein oder im Verein der Sternwarte einzuschreiben. So ausgestattet mit professionellem Wissen, hat es jeder Schüler deutlich leichter in allen naturwissenschaftlichen Fächern, und auch das Vorankommen in Englisch wird davon befördert, nachdem typisch astronomische Begriffe wie

- Helligkeit
- Scheinbare Helligkeit
- Sternentwicklung (Herzsprung-Russel-Diagramm)
- Pulsare
- Sternhaufen
- Galaxien
- Entfernungsbestimmung
- Kepplersche Gesetze
- Expansion des Universums
- Weiße Zwerge, Neutronensterne, Schwarze Löcher

verstanden worden sind. Abschließend aber noch ein wichtiger Hinweis auf eher kontraproduktive Anschaffungen.

Qualität hat seinen Preis

Der Markt ist ziemlich überschwemmt von Konsumartikeln, die auf den ersten Blick einen guten Eindruck machen. Da gibt es z. B. Fernrohre (Refraktoren) mit Dreibein und Aufhängung und einem ganzen Set von Okularen für verführerische Preise. Jeder denkt erst mal, das ist doch ein schönes Geschenk für meinen Enkel. Aber Vorsicht ist geboten: Die Standfestigkeit, die Aufhängung, die Nachführung, alles ist bei solchen einfachen Geräten meistens so schlecht verarbeitet, das beim Kind im Ergebnis nicht Motivation, sondern Langeweile und Abneigung erreicht wird. Starten Sie dieses schöne Hobby lieber beim Profi und lassen Sie sich dort beraten, sonst endet Astronomie als Hobby nur in einer kurzen Sackgasse.